Männer auf Touren

 
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Sonntag 24. + Montag 25. Mai 2026

Dürrenstein
Töpperbrücke - Lechnergraben - Ybbstalerhütte - Dürrenstein - Leonhardikreuz - Obersee - Lunz am See


Für dir Zweitagestour zu Pfingsten hatten sich 9 Mann angemeldet und alle kamen. Das waren Alfred, Erchin, Frankie, Fritz, Gilbert, Mick, Oskar, Richard und Tom. Komplett wurde die Gruppe erst vor der Busabfahrt in Scheibbs, da Alfred mit einem früheren Zug gefahren war. Ankunft bei der Töpperbrücke in Kasten (576m) um 14:10. Nach Bewunderung der schönen Statuen ging es gleich los, ein kurzes Stück der Straße entlang und dann bergauf am markierten Wanderweg in den Lechnergraben. Das Wetter war perfekt, halb sonnig, halb wolkig und warm. Durch den Umstand, dass der Weg im Graben und großteils durch Wald verlief, war er nicht besonders aussichtsreich, dafür aber angenehm beschattet und das plätschernde Bächlein daneben war auch ganz nett. Zweimal wurden kurze Pausen eingelegt und um 18 Uhr wurde die Ybbstalerhütte (1344m) erreicht, wo man es sich auf der Terrasse mit Blick ins Gesäuse gemütlich machen konnte.

Die Ybbstalerhütte ist seit April 2026 neu verpachtet und das Pächterpärchen ist nett, das Küchenangebot aber ausbaufähig. Warme Gerichte gab es nur zwei, nämlich Krautspätzle und veganes Erdäpfelgulasch mit Krautsalat. Geschmacklich passte beides, aber die Portionen waren so klein, dass sie den Kalorienbedarf für 900 Höhenmeter nicht decken konnten. Mit Apfelstrudel als Nachspeise wäre das vielleicht gelungen, aber der war auch schon aus und es gab nur noch kleine Reststücke, die dafür gratis. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde es auf der Terrasse zu kühl und die Gruppe übersiedelte in den Gastraum, wo sie Uno und ein Familienquiz spielten, wobei Fritz feststellte, dass die Gruppe über eine beachtliche Schwarmintelligenz verfüge. Alfred spendierte am Schluss noch eine Runde Bier und Zirbe. Die Hüttenruhe um 22 Uhr wurde halbwegs eingehalten und die Nacht verlief ohne größere Störungen. Sechs übernachteten im Mehrbettzimmer, drei im Lager.

10 Minuten vor dem Frühstück konnte man Yoga mit der Hüttenwirtin absolvieren. Das Frühstücksbuffet wurde um 7 Uhr eröffnet, es gab Brot, Butter, Käse, Schinken, Marmelade und dazu Kaffee oder Tee. In Hinblick auf das dichte Tagesprogramm erfolgte der Aufbruch früh, nämlich kurz nach 8 Uhr, und es ging am markierten Wanderweg auf den Dürrenstein, wobei ein paar Schneefelder zu queren ware. Alfred und Tom verzichteten auf den Aufstieg zum Gipfel und wählten die kürzere Umgehungsvariante, die anderen brachten diese paar Höhenmeter auch noch hinter sich und genossen die Aussicht vom Dürrensteingipfel (1878m). Die Fernsicht war zwar nicht brilliant, aber man musste schon froh sein, dass das Wetter an beiden Tagen perfekte Wanderbedingungen ohne Gewittergefahr bot.

Absteigend führte der Weg nun nach Osten, am Kleinen Dürrenstein vorbei. Unterwegs gab es eine Rastpause an einer Stelle mit schönem Blick auf Obersee und Ötscher. Am Leonhardikreuz (1401m) wurde eine Beratung fällig, denn hier zweigte der ursprünglich geplante Weg Richtung Bärenleitenkogel, Scheiblingstein und Scheibe ab. Dieser Weg ist unmarkiert und mit weiteren 400 Höhenmetern Aufstieg verbunden. In Anbetracht der Zeit, nämlich 13 Uhr, der schwer abzuschätzenden Gehzeit und der Busabfahrt um 18:45 wurde beschlossen, die einfachere Variante entlang des Seebachs zu gehen. Das war schwarmintelligent, denn Mapy.com veranschlagt für die Scheibenvariante 5½ Stunden Gehzeit. Der Bus wäre sich vielleicht ausgegangen, aber keine Pause oder Einkehr.

So gab es nach einem steilen Abstieg zum Seebach eine Bademöglichkeit im Obersee, wovon die meisten Gebrauch machten, interessante Begegnungen mit Schlangen, Erdkröten und Käfern und einige Pausen am Weg nach Lunz. Die erste Einkehrmöglichkeit in der Schlosstaverne wurde ausgelassen, da man lieber näher bei der Haltestelle einkehren wollte. Der Weg führt am Südufer des Lunzer Sees entlang, wo zwei nochmal einen Sprung in das 17° kühle Wasser machten. Das nächste Gasthaus war die Seeterrassenalm, wo es Platz für die Gruppe gab. Es war 17 Uhr und man konnte sich bis 18:15 Zeit lassen, um sich Getränke und Essen zu gönnen. Der Weg zur Bushaltestelle war in 20 Minuten erledigt und um 18.45 kam der Bus, der die Männer auf Touren nach Scheibbs brachte. Weiter ging es mit dem Regionalzug nach Pöchlarn und mit dem CJX Richtung Wien, Ankunft Westbahnhof 21:42.

Streckenlänge am Sonntag 7 Kilometer, 880 Höhenmeter und 3½ Stunden reine Gehzeit, Montag 20 Kilometer, 530 Höhenmeter und 7½ Stunden.


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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