Männer auf Touren

 
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Sonntag 20. und Montag 21. Mai 2018

Reisalpe & Kloster-Hinteralpe
St. Veit an der Gölsen - Ebenwaldhöhe - Hochstaff - Reisalpe - Gscheidboden - Hinteralm - Muckenkogel - Jägersteig - Lilienfeld

An einem Pfingstsonntag mit passabler Wetterprognose machten sich Alois, Frankie, Ralf, Stefan, Walter und Werner auf den Weg ins Mostviertel. Der Ausgangspunkt der zweitägigen Wanderung, St. Veit an der Gölsen (369m), wurde mit dem Zug um 10:40 erreicht. Vom Bahnhof ging es an der Kirche vorbei und auf Nebenstraßen zum Wobachtal. Die nächsten Stunden führten durch eine nette ländliche Gegend mit Wiesen, Wäldern und Bauernhöfen. Die Steigung der Wege war mäßig, aber stetig. Einkehrmöglichkeiten gab es hier keine, daher wurde um 12:50 eine Jausenpause am Sengenebenberg eingelegt. Mittlerweile war eine Höhe von 1000m erreicht.

An der Kreuzung Ebenwald gab es die Möglichkeit, der nahen Ebenwaldhütte einen Besuch abzustatten, die Option fand aber zu wenig Anhänger. Stattdessen erfolgte als Fleißaufgabe der Aufstieg auf den Hochstaff (1303m). Der Fußpfad auf den Berg war zwar nicht markiert, aber wenn man wusste, dass es ihn gab, ließ er sich finden. Am Gipfelkreuz wurde Rast gemacht und die Aussicht genossen. Leider war es diesig und die Wolken im Süden sahen nach Regen aus. Daher war die Rast nur kurz und es ging an den Abstieg zur Kleinzeller Hinteralm (1032m), wobei Murmeltierlöcher zu beobachten waren. Murmeltiere ließen sich nicht blicken. Es gab eine kurze Rast im Gastgarten der idyllischen Alm, wobei vor allem dem Most zugesprochen wurde. Danach ging es steil hinauf auf die Reisalpe (1399m), Ankunft kurz vor 18 Uhr.

Im Reisalpenschutzhaus gab es um 19 Uhr ein vorzügliches Abendessen. Die dicken Wolken waren im Süden geblieben und man konnte vor der Hütte den Sonnenuntergang bewundern. Das Abendprogramm bestand aus einer neuen Variante von Mensch-ärgere-dich-nicht, bei der das Schlagen auch nach rückwärts erfolgen konnte. Das erhöhte die Rückschläge im Spielverlauf und um 21:30 wurde das Spiel beendet, ohne dass es einer geschafft hätte, alle vier Figuren ins Zielfeld zu bekommen. Die Männer auf Touren hatten das St. Pöltner Zimmer exklusiv für sich, was komfortabel war, denn das Zimmer war für 12 Personen ausgelegt. Es gab keine Störungen der Nachtruhe. Die tüchtige Hüttenwirtin Helga stellte um 07:30 ein reichhaltiges Frühstücksbuffet hin, das sogar Spiegeleier beinhaltete.

Aufbruch um 08:45 dem Bergrücken folgend nach Süden. Die Abzweigung zum Gscheidboden war entweder schlecht angeschrieben oder die Männer auf Touren hatten einen Hinweis verpasst. Der Weg wurde jedenfalls erst durch eine intuitive Erkundung von Werner gefunden. Nun ging es wieder in Nordrichtung und am Sattel zwischen Reisalpe und Hinteralpe war man auf 905m abgestiegen, ehe es wieder bergauf ging. Der Aufstieg erfolgte anfangs großteils durch Wald, dann entlang von hübschen Almwiesen. Ganz eindeutig ist die Unterscheidung zwischen Klosteralpe und Hinteralpe weder auf Karten noch in Beschreibungen. Manchmal gilt die Hinteralpe als höchster Teil der Klosteralpe, manchmal handelt es sich um zwei getrennte Ortsbezeichnungen, weshalb die Bezeichnung Kloster-Hinteralpe nicht verkehrt sein kann. Der höchste Punkt ist jedenfalls die Hinteralpe mit der Traisner Hütte (1311m), die um 11:45 erreicht wurde. Das war einigen zu früh für eine Mittagspause, daher wurde die Einkehr auf die Lilienfelder Hütte verschoben. Der Weg dorthin führe über den Muckenkogel (1248m) und brachte einige schöne Aussichten. Der Umstand, dass die Lilienfelder Hütte wegen Urlaubs geschlossen war, überraschte zwar, stellte aber kein Problem dar, da alle noch genug Vorräte an Getränken und Essen in den Rucksäcken hatten. Die Sitzbänke der Hütte boten jedenfalls einen sehr bequemen Jausenplatz und dass ein Teil davon unter dem Vordach stand, war angenehm, denn es begann zu nieseln.

Nachdem das Wetter nicht so einladend war, wurde die kürzeste Abstiegsvariante nach Lilienfeld gewählt, das war der Jägersteig. Unterwegs gab es aber noch einige Wegkreuzungen und Varianten und so kam es, dass Ralf und Walter dem Jägersteig treu blieben, während die anderen vier einen Wanderweg wählten, der den Spitzbrandkogel auf halber Höhe umging und zum Stiftspark führte. Dort konnte der "Chineser" genannte ehemalige Wachturm besichtigt werden. Der Zeitpunkt der Ankunft in Lilienfeld (383m) unterschied sich, aber es blieb noch Zeit für einen Besuch in der Konditorei und/oder eine Stiftsbesichtigung. Um 16:18 ging es mit dem Zug via St. Pölten Richtung Wien, wobei nun wieder die Sonne schien.

An beiden Tagen betrug die Streckenlänge etwa 16 km, Gehzeit etwa 5 Stunden. 1400 Höhenmeter bergauf am Sonntag, 400 am Montag.




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