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Eigentlich wäre
im Dezember der Kitzberg am Programm
gestanden, aber die Wetterprognose sagte eine
dicke Nebel- und Hochnebelnebelschicht unterhalb
von 1000 Meter voraus, daher erfolgte eine
Programmänderung auf ein höheres Ziel. Eine
kleine Gruppe bestehend aus Alex, Frankie, Franz
und Karsten reiste mit dem Cityjet nach Wiener
Neustadt und mit dem Regionalzug nach Puchberg am
Schneeberg. Schon im Bereich der Hohen Wand
begann die Nebeldecke aufzureißen und in
Puchberg gab es blauen Himmel und Sonnenschein.
In Anbetracht der kurzen Tageslänge wurde die
Tour mittels Bus nach Losenheim (743m) um ein
paar Kilometer verkürzt. Ankunft 10:37.
Die traditionelle Verirrung wurde
gleich nach der Bushaltestelle absolviert, indem
anstatt des markierten Wanderwegs eine
Forststraße bergauf genommen wurde. Die Richtung
des Wegs und das Fehlen von Markierungen erschien
nach einer Weile verdächtig, daher retour und
zurück an den Start. Der richtige Weg führte
hinter ein paar Häusern und dann am
Sebastianbach entlang. Es gab eine obere, rot
markierte, und eine untere, blau markierte
Variante. Gewählt wurde die untere, da auf der
Karte ein Wasserfall eingezeichnet war. Den gab
es aktuell aber nicht, sondern nur einen
stattlichen Felsen, von dem etwas Wasser
tröpfelte. Offenbar hatte es in letzter Zeit
wenig geregnet und der Wasserfall befand sich im
Leerlauf.
Bergauf ging es Richtung
Mamauwiese. Der Weg führte großteils durch
Wald, an schattigen Stellen lagen manchmal ein
paar Schneereste, der Weg selbst war
unproblematisch und gut markiert. Nach etwas mehr
als einer Stunde Gehzeit wurde die Mamauwiese
(940m) erreicht und man konnte im Sonnenschein
spazieren. An einer Rastbank wurde eine kurze
Pause eingelegt. Bei der Schoberkapelle (965m)
teilte sich die Gruppe. Alex und Karsten ließen
die Gipfel aus und wanderten auf einer
unmarkierten Forststraße erst am Waldrand
entlang, dann unterhalb der Felswände zum Öhlerschutzhaus (1027m), wo
sie um 13:45 eintrafen. Frankie und Franz
wählten hingegen den aussichtsreichen Kammweg
über Schober (1213m) und Öhler
(1184m) und trafen um 14:20 beim Öhlerschutzhaus
ein.
In Hinblick auf die nahende
Dunkelheit wurde die Einkehr kurz gehalten und um
15 Uhr ging es an den Abstieg nach Puchberg über
den Hanslsteig. Zu Beginn der Dämmerung um 16:30
wurde der Bahnhof erreicht und um 16:36 fuhr der
Zug ab. Er wäre direkt bis Wien Hauptbahnhof
gefahren, aber mit Umsteigen in den Cityjet in
Wiener Neustadt ging es etwas schneller.
Dieser gelungene Ausbruch aus dem
Dauernebel im Flachland hatte eine Streckenlänge
von 13 Kilometer, 650 Höhenmeter mit Schober,
200 weniger bei der Umgehung, 4½ bzw. 4 Stunden
Gehzeit.
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