Männer auf Touren

 
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Sonntag 12. August 2018

Weichtalklamm und Klosterwappen
Weichtalklamm - Klosterwappen - Damböckhaus - Krummbachstein - Eng - Payerbach

Der Treffpunkt war frühmorgens angesetzt, nämlich 06:10, da ein ordentliches Programm bevorstand. Am Bahnhof Wien Mitte bzw. im Regionalzug nach Payerbach trafen sich Alois, Frankie, Hannes, Harald, Otto, Stephan und Wolfgang. Der Bus für die Weiterfahrt war voll besetzt und fast alle Passagiere stiegen beim Weichtalhaus aus, Ankunft 08:40, so als häten alle Wandergruppen der Umgebung die Weichtalklamm zum Ziel erkoren. Das veranlasste die Männer auf Touren, schon am Weg zum Klammeingang Tempo zu machen, um nicht Menschenmassen vor sich am Weg zu haben. Das gelang.

Vom Weichtalhaus (547m) ging es ein Stück auf einem Waldweg empor bis zum Beginn der Weichtalklamm. Dass der Himmel eher bedeckt war, spielte kaum eine Rolle, da man in der Klamm ohnehin nicht viel davon sah. Einige Leitern und mit Seilen versicherte Engstellen waren zu bewältigen, aber das bereitete keine Schwierigkeiten und machte den Aufstieg unterhaltsam. Harald absolvierte den ganzen Weg barfuß und zeigte, dass Bergschuhe beim Bergwandern nicht unbedingt nötig sind, Übung vorausgesetzt. Um 11 Uhr wurde die Kientalerhütte (1380m) erreicht, dort wurde eine knappe halbe Stunde Pause gemacht. Die Wolken hatten inzwischen aufgelockert und in der Sonne war es angenehm warm.

Der weitere Aufstieg erfolgte über den Wurzengraben anfangs durch Wald, dann durch Latschen, wobei das Ziel, das Klosterwappen (2076m), schon in Sicht kam. Leider hielt sich darüber eine hartnäckige Gipfelwolke. Oben war es kalt, windig, null Aussicht. Der sportliche Höhepunkt der Tour bot also nicht den Höhepunkt der Genüsse. Daher dauerte der Aufenthalt nicht lang und es ging hinunter nach Osten zum Damböckhaus (1810m). Fünf nahmen drinnen in den vollen Gaststuben Platz, zwei draußen auf der Terrasse, wo es zwar genug Platz, aber kühlen Wind gab. Die Einkehr dauerte eine Stunde, nämlich bis 14:45, und die Gruppe lag gut im Zeitplan. Die Abzweigung zum Emmysteig wurde übersehen, daher führte der Weiterweg ungeplant zum Elisabethkirchlein (1706m). Auf eine nähere Besichtigung wurde verzichtet und es ging am Damböcksteig und Fischersteig Richtung Krummbachsattel (1333m), wobei zweimal die Schneebergbahn gequert wurde. Den Krummbachstein hätte man am Wassersteig auch umgehen können, aber erfahrungsgemäß dauert die Umgehung länger als die Überschreitung, also ging es noch einmal empor auf einen Gipfel (1602m). Das war sehr lohnend, denn er bot die Aussicht, die man am Klosterwappen vermisst hatte. Einen Teil der heutigen Wanderstrecke konnte man von hier überblicken.

Nach einer kleinen Rast und einem Gipfelfoto ging es bergab zum Naturfreundehaus Knofeleben (1250m), wo eine kurze Trinkpause eingelegt wurde. Zwei junge Burschen dort schätzten die Gehzeit für den Abstieg nach Payerbach auf 2 bis 2½ Stunden. Auch wenn die Männer auf Touren in der Schlussetappe nicht mehr ganz taufrisch waren, schafften sie es in 2 Stunden zum Bahnhof Payerbach, wobei der Weg durch den Mitterberggraben großteils durch dunklen Wald führte, im letzten Drittel durch die Schlucht der Eng aber Ähnlichkeiten zum Anfang der Tour in der Klamm aufwies. Ankunft am Bahnhof um 19:45, Zugabfahrt 19:55.

Den ganzen Tag über gab es feines Wanderwetter, wenn auch nicht mit so viel Sonnenschein wie prognostiziert. Die Gruppe verstand sich gut und harmonierte beim Gehtempo. Müde waren am Schluss alle, denn 19km Streckenlänge, 1800 Höhenmeter und 9 Stunden Gehzeit liegen für eine Tagestour schon ziemlich am Limit.



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