Männer auf Touren

 
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Sonntag 12. Juli 2026

Schneeberg
Weichtalklamm - Kienthalerhütte - Klosterwappen - Fadensteig - Losenheim

Für Alfred, Frankie, Manu, Reinhard und Richard begann der Tag früh, denn der Cityjet fuhr schon um 07:17 von Wien Hauptbahnhof ab und kam um 08:22 in Payerbach-Reichenau an, wobei Richard in Wiener Neustadt zustieg. Weiter ging es mit dem Bus zum Weichtalhaus im Höllental, wobei sich schon vor Busankunft eine Menschentraube an der Haltestelle bildete. Die fünf Männer auf Touren konnten noch einsteigen, eine Familie danach auch noch, dann verkündete der Fahrer den restlichen Fahrgästen, der Bus sei voll und sie müssten mit dem nächsten fahren. Blöd, denn für Destinationen nach der Raxseilbahn fuhr der nächste Bus erst um 11:14. (Mit etwas gutem Willen wäre es schon gegangen, die restlichen 10 oder 15 noch reinzuquetschen, aber das hätte gegen die Vurschrift verstoßen.)

Man konnte also froh sein, zu dem Punkt hinzukommen, zu dem man hinwollte. Das war die Haltestelle Höllental Weichtalhaus (540m), Ankunft kurz nach 9 Uhr. Am Weichtalhaus vorbei ging es in die Weichtalklamm hinein, die bald ziemlich eng wurde und ein paar mit Ketten und Leitern versicherte Kletterstellen (Schwierigkeit A/B) bot. Auf diese Weise wurden die ersten 600 Höhenmeter sehr abwechslungsreich und spannend zurückgelegt. Nach einer kurzen Rastpause ging es auf einem ausgelatschten Serpentinenweg weiter hinauf zur Kienthalerhütte (1380m), die um 11:30 erreicht wurde. Hier konnte man etwas trinken und/oder eine Steinpilzsuppe genießen.

Um 12 ging es weiter Richtung Klosterwappen am markierten Wanderweg 801. Der Aufstieg zog sich und war landschaftlich nicht weiter spektakulär, dafür konnte man jede Menge bunt blühender Bergblumen bewundern. Das Wetter hielt sich nicht ganz an die Prognose, denn die versprochenen Sonnenstunden blieben aus und über dem Bergland war die Bewölkung fast geschlossen mit wenigen Wolkenlücken. Wenigstens war der Gipfel, der um 13:30 erreicht wurde, Klosterwappen (2076m), nicht in Nebel gehüllt. Dafür blies aber stürmischer Wind. Die Tageshöchsttemperatur am Klosterwappen betrug 12°, im Wind waren das gefühlte 5° und die meisten waren zu leicht angezogen und froren.

Im Windschatten des Gipfels wurde kurz Pause gehalten und nach einem Gipfelfoto ging es weiter zur Fischerhütte. Abgesprochen war, die Einkehr auf die Edelweishütte zu verschieben, da man dann die restliche Gehzeit besser abschätzen könne. Daher nützten die meisten nur den Vorraum der Fischerhütte, um kurz dem Wind zu entkommen und sich aufzuwärmen, nur Alfred gönnte sich eine Suppe, um sich für den Abstieg zu stärken. Der war nicht ohne, denn der Fadensteig ist zwar nur mit Schwierigkeit A eingestuft, hat aber steile Stellen und ist über weite Strecken eine Rutschpartie auf Schotter. Zudem sind es 800 Höhenmeter bergab.

Die Edelweißhütte (1230m) wurde um 16:15 erreicht, dort hing ein Schild, wonach heute die Küche ab 15:30 geschlossen sei. Zu trinken gab es auch nichts und die auf der Terrasse verbliebenen Gäste berichteten, der Hüttenwirt sei mit der Köchin ins Tal gefahren und ob und wann er wieder zurück komme, wisse keiner. Das sorgte für eine gewisse Enttäuschung. Also wurden die verbliebenen eigenen Vorräte verputzt, dann folgte der Abstieg zur Talstation des Sessellifts (850m) in Losenheim, wo sich eine Bushaltestelle befindet. Im Gebäude der Talstation ist auch ein Gasthaus, das Lahning-Inn, beheimatet und man sah Gäste auf der Terrasse sitzen. In der verbleibenden Dreiviertelstunde bis zur Busabfahrt konnte man hier also noch ein gutes Bier trinken und etwas essen.

Mit dem Bus um 18:16 ging es nach Ternitz und weiter mit dem Cityjet nach Wiener Neustadt bzw. Wien. Die Streckenlänge dieser Schneebergüberschreitung von Süd nach Nord betrug 12 Kilometer, 1500 Höhenmeter Aufstieg, 1200 Meter Abstieg, 7 Stunden Gehzeit. Das war anstrengend.


Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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