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Die Anreise für
die Tour war so kompliziert, dass sie im Programm
tabellarisch in vier Varianten dargestellt werden
musste, je nachdem, mit welchem Ticket jemand
reiste und welche Zugverbindung er bevorzugte.
Dazu kam ein Schienenersatzverkehr zwischen
Lilienfeld und Traisen und der Umstand, dass an
diesem Wochenende der REX51 nicht ab Westbahnhof,
sondern ab Hütteldorf fuhr und das mit
geänderten Abfahrtszeiten. Irgendwie schafften
es 6 Männer auf Touren, den Bus von St. Pölten
bzw. Lilienfeld nach Kernhof Gscheid
(954m) zu errreichen, nämlich Alfred, Frankie,
Herbert, Oskar, Reinhard und Richard. Bei der
Ankunft um 10:35 ging es als erstes gut einen
Kilometer an der Straße entlang bis zur Kirche
Maria am Gscheid. Gegenüber zweigte der
markierte Wanderweg auf den Göller ab. Als
schöner Waldweg führte er stetig bergauf und zu
Mittag erreichte die Gruppe den Gsenger
(1442m).
Der Gsenger-Gipfel ist von einem
Sattel mit einem kurzen Abstecher zu erreichen
und ein idealer Platz für eine Trink- und
Jausenpause. Hier sah man auch schon sehr schön
das eigentliche Ziel, den Göller. Das Wetter
hielt sich nicht ganz an die Prognose, es war
wolkiger als erwartet und einmal spürte man
sogar ein paar Regentropfen. Dafür schien ein
paar Minuten später wieder die Sonne. Die
Temperaturen waren zum Wandern ideal, im Tal etwa
20 Grad, am Berg um die 12. Nach der Pause ging
es an den Aufstieg zum Göller
(1766m), der kurz nach 13 Uhr erreicht wurde. Die
Gruppe lag damit eine halbe Stunde vor dem
Zeitplan. Die Aussicht war schön und führte zu
einem Rätselraten, welche Berge das sein
könnten. Bei Ötscher, Schneeberg und Hochschwab
war man sich ziemlich sicher, bei Dürrenstein,
Rax, Schneealpe und Veitsch gingen die Ansichten
auseinander.
Nach einer Gipfelpause von einer
halben Stunde und einem Gruppenfoto ging es auf
einem schönen, teilweise recht steilen Gratweg
weiter Richtung Göllerhütte. Den Abstecher zum Kleinen
Göller (Rosskopf, 1673m) machten nicht
alle. Die Göllerhütte
(1433m) wurde um 14:45 erreicht, das war 15
Minute vor Sperrstunde, denn am Sonntag ist um 15
Uhr Schluss. Zu Trinken und Essen bekamen die
Männer auf Touren aber noch reichlich, nämlich
Bier, Radler, Spritzer, Schweinsbraten,
Bauernschmaus und Fridattensuppe, wobei das Essen
sehr gelobt wurde.
Der Aufbruch erfolgte um 15:30
und von nun an ging es nur noch mehr oder weniger
steil bergab. Als erstes zum Waldhüttsattel
(1266m), dann am markierten Weg 52/53 nach
Kernhof. Frankie und Richard kraxelten auf einen
Aussichtsfelsen an der Kreuzung mit der
Forststraße (ca. 980m). Die Abzweigung zum
Trenk-Wasserfall (ca. 740m) wurde gesucht, aber
nicht gefunden. Wahrscheinlich hätte es gar
keinen Wasserfall zu sehen gegeben, denn der
weiterführende Bach war staubtrocken. Kernhof
(700m) wurde um 17:15, 1¼ Stunden vor Busabfahrt
erreicht. Dass es in Kernhof ein neues, am 1.
Juni eröffnetes Lokal gibt, wussten die Männer
auf Touren nicht, das erfuhren sie erst später.
Daher strebten sie den Weissen
Zoo an, der auch über eine kleine
Gastronomie im Eingangsbereich verfügt. Da um 18
Uhr Betriebsschluss ist, war auch hier nur ein
kurzer Besuch vor Sperrstunde möglich. Der Bus
kam um 18:33 und brachte die Männer auf Touren
nach Lilienfeld, von wo aus die Heimfahrt in
verschiedenen Varianten angetreten wurde.
Wie ein Teilnehmer unterwegs
feststellte, ist der Göller keine einfache
Wanderung, sondern eine richtige Bergtour. 13
Kilometer, 860 Höhenmeter bergauf, 1115 bergab,
5½ Stunden Gehzeit.
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