Männer auf Touren

 
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Sonntag 7. Juni 2026

Göller
Kernhofer Gscheid - Gsenger - Göller - Kleiner Göller - Göllerhütte - Waldhüttsattel - Kernhof

 

Die Anreise für die Tour war so kompliziert, dass sie im Programm tabellarisch in vier Varianten dargestellt werden musste, je nachdem, mit welchem Ticket jemand reiste und welche Zugverbindung er bevorzugte. Dazu kam ein Schienenersatzverkehr zwischen Lilienfeld und Traisen und der Umstand, dass an diesem Wochenende der REX51 nicht ab Westbahnhof, sondern ab Hütteldorf fuhr und das mit geänderten Abfahrtszeiten. Irgendwie schafften es 6 Männer auf Touren, den Bus von St. Pölten bzw. Lilienfeld nach Kernhof Gscheid (954m) zu errreichen, nämlich Alfred, Frankie, Herbert, Oskar, Reinhard und Richard. Bei der Ankunft um 10:35 ging es als erstes gut einen Kilometer an der Straße entlang bis zur Kirche Maria am Gscheid. Gegenüber zweigte der markierte Wanderweg auf den Göller ab. Als schöner Waldweg führte er stetig bergauf und zu Mittag erreichte die Gruppe den Gsenger (1442m).

Der Gsenger-Gipfel ist von einem Sattel mit einem kurzen Abstecher zu erreichen und ein idealer Platz für eine Trink- und Jausenpause. Hier sah man auch schon sehr schön das eigentliche Ziel, den Göller. Das Wetter hielt sich nicht ganz an die Prognose, es war wolkiger als erwartet und einmal spürte man sogar ein paar Regentropfen. Dafür schien ein paar Minuten später wieder die Sonne. Die Temperaturen waren zum Wandern ideal, im Tal etwa 20 Grad, am Berg um die 12. Nach der Pause ging es an den Aufstieg zum Göller (1766m), der kurz nach 13 Uhr erreicht wurde. Die Gruppe lag damit eine halbe Stunde vor dem Zeitplan. Die Aussicht war schön und führte zu einem Rätselraten, welche Berge das sein könnten. Bei Ötscher, Schneeberg und Hochschwab war man sich ziemlich sicher, bei Dürrenstein, Rax, Schneealpe und Veitsch gingen die Ansichten auseinander.

Nach einer Gipfelpause von einer halben Stunde und einem Gruppenfoto ging es auf einem schönen, teilweise recht steilen Gratweg weiter Richtung Göllerhütte. Den Abstecher zum Kleinen Göller (Rosskopf, 1673m) machten nicht alle. Die Göllerhütte (1433m) wurde um 14:45 erreicht, das war 15 Minute vor Sperrstunde, denn am Sonntag ist um 15 Uhr Schluss. Zu Trinken und Essen bekamen die Männer auf Touren aber noch reichlich, nämlich Bier, Radler, Spritzer, Schweinsbraten, Bauernschmaus und Fridattensuppe, wobei das Essen sehr gelobt wurde.

Der Aufbruch erfolgte um 15:30 und von nun an ging es nur noch mehr oder weniger steil bergab. Als erstes zum Waldhüttsattel (1266m), dann am markierten Weg 52/53 nach Kernhof. Frankie und Richard kraxelten auf einen Aussichtsfelsen an der Kreuzung mit der Forststraße (ca. 980m). Die Abzweigung zum Trenk-Wasserfall (ca. 740m) wurde gesucht, aber nicht gefunden. Wahrscheinlich hätte es gar keinen Wasserfall zu sehen gegeben, denn der weiterführende Bach war staubtrocken. Kernhof (700m) wurde um 17:15, 1¼ Stunden vor Busabfahrt erreicht. Dass es in Kernhof ein neues, am 1. Juni eröffnetes Lokal gibt, wussten die Männer auf Touren nicht, das erfuhren sie erst später. Daher strebten sie den Weissen Zoo an, der auch über eine kleine Gastronomie im Eingangsbereich verfügt. Da um 18 Uhr Betriebsschluss ist, war auch hier nur ein kurzer Besuch vor Sperrstunde möglich. Der Bus kam um 18:33 und brachte die Männer auf Touren nach Lilienfeld, von wo aus die Heimfahrt in verschiedenen Varianten angetreten wurde.

Wie ein Teilnehmer unterwegs feststellte, ist der Göller keine einfache Wanderung, sondern eine richtige Bergtour. 13 Kilometer, 860 Höhenmeter bergauf, 1115 bergab, 5½ Stunden Gehzeit.

 

Weitere Tourenberichte und Bilder können über die Chronik aufgerufen werden.

 

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