Der anstrengendste Teil der Tour war die
Anreise, die mit dem REX von Wien nach
Gmünd 2¼ Stunden dauerte. Zustiege
erfolgten am Franz Josefs Bahnhof, in
Spittelau, Heiligenstadt,
Großweikersdorf und Ziersdorf, wobei die
Gruppe auf 13 Mann anwuchs. Das waren
Alex, Alfred, Ewald, Frankie, Gilbert,
Herbert, Igo, Michi, Minh, Roland,
Stefan, Walter und Wolfgang. Nach der
Ankunft in Gmünd um 10:42 ging es vom
Bahnhof zur Teichpromenade und am Teich
entlang nach Osten. Anders als in Wien
lag eine dünne Schneedecke am Boden, was
auf das Waldviertler Klima und die Höhe
von 500 müA zurückzuführen war. Die
Temperatur lag knapp unter Null, bei
Sonnenschein und mäßigem Wind ließ
sich das ganz gut aushalten.
Am Fuchsteich führe der
Weg nach Norden und nach Überquerung der
Schremser Straße und des Braunaubachs in
den Malerwinkel. Bei den
Felsen mit dem Hamerling-Denkmal wurde
ein Gruppenfoto gemacht. Darauf folgte
der erste und einzige Gipfel des Tages,
der Kuhschellenberg (auf anderen Karten
auch Breiteln genannt, 498m),
der aber nicht der höchste Punkt der
Tour war. Nachdem man schon bisher an
jeder Menge rundlich geformter Felsen
vorbeigegangen war, folgte nun eine Reihe
von mit Namen versehener Felsen in der Blockheide, nämlich
Christophstein, Wackelstein II,
Haifischstein, die Mondteiche, Pilzstein
und Elefantenstein. Auf einen Abstecher
zu Wackelstein III und Wackelstein IV
wurde verzichtet, stattdessen ging es auf
einem nicht markierten Waldwegerl zum
Herrenpilzstein und dann am markierten
Weg zum Blockheideteich mit dem
Schutzhaus und dem Blockheideturm, beide
im Winter geschlossen. Das machte nichts,
denn von hier war es nicht weit zur
gemütlichen Latschenhütte, die
kurz vor 13 Uhr erreicht wurde.
Am Schild vor dem Eingang
stand, dass die Hütte an diesem Sonntag
um 14 Uhr schließen würde. Das war kein
Problem, denn 14 Uhr war ohnehin als
Aufbruchszeitpunkt angepeilt. Es gab
nämlich einen REX nach Wien mit Abfahrt
15:14, danach zwei Stunden nichts und ein
nachmittagsfüllendes Programm für
Gmünd lag nicht vor. Die Einkehr war
also eher kurz und manchen reichte die
Zeit nicht, um alles wegzuputzen. Der Weg
nach Gmünd führte über Pyramidenstein
und Koboldsteine, dann an der anderen
Seite des Blockheideteichs vorbei und
über den Turmweg mit dem Fuchsstein in
die Stadt. Hier wurde irrtümlich der Weg
in die Mühlgasse eingeschlagen, daher
gelangte man auf Umwegen über die
Kirchengasse zum Stadtplatz. Über den
Schlosspark und die Bahnhofstraße ging
es dann zum Bahnhof, der 20 Minuten vor
Zugabfahrt erreicht wurde. Die Rückfahrt
mit dem REX dauerte so lang wie die
Hinfahrt, es sind aber auch 162
Bahnkilometer von Gmünd bis Wien.
Es war eine schöne
Winterwanderung bei Prachtwetter, mit
einer Streckenlänge von 10 Kilometer,
110 Höhenmeter und 3 Stunden Gehzeit
sportlich nicht sehr fordernd, aber der
Jahreszeit angemessen.